Festival

22 Jahre Musikfestival Tutzinger Brahmstage!

Johannes Brahms, 1874 © Veranstalter

Johannes Brahms verbrachte 1873 einen glücklichen Sommer in Tutzing. Er genoss das traumhafte Ambiente am Starnberger See, schrieb an einen Dirigenten die Worte „Man sieht sich nicht satt!“ und komponierte bedeutende Werke, die Künstler von Weltruhm wie Hermann Prey, Jonas Kaufmann, Christian Gerhaher, Michael Volle oder Juliane Banse hier bereits interpretierten.

Hauptspielstätte des vom Freundeskreis Tutzinger Brahmstage in Kooperation mit den „KunstRäumen am See“ von Elisabeth Carr veranstalteten Festivals ist mit drei Konzerten wieder Schloss Tutzing, heute Sitz der übrerregional renommierten Evangelischen Akademie. Insgesamt stehen in diesem Herbst drei Konzerte, ein Liederabend sowie eine Filmmatinée auf dem Programm, unter anderem mit dem international gefeierten Starpianisten Florian Uhlig sowie der Sopranistin Katharina Konradi und Teunis van der Zwart am Naturhorn.

Zum Auftakt am 13. Oktober bringt die junge Sopranistin Katharina Konradi mit ihrer wunderbar leichten wie tragfähigen Stimme Lieder von Brahms sowie von Robert und Clara Schuman sowie György Kurtág zu Gehör. Begleitet wird sie von  am Klavier von Prof. Eric Schneider. Ebenfalls im Tutzinger Schloss ist am 20. Oktober der aktuell viel gefeierte Starpianist Florian Uhlig – in Tutzing schon mehrfach zu Gast – im Duo mit Linus Roth an der Violine zu hören. Sie spielen unter anderem die Sonate D-Moll, op. 108 von Brahms sowie die Sonate Nr.3 op. 37 und die Rhapsodie über Moldawische Themen op. 47 von Mieczyslaw Weinberg und Sonate G-Dur von Maurice Ravel. Am 25. Oktober heißt es wieder einmal „Brahms meets Jazz“ mit dem Diogenes Streichquartett und Andreas Kripal am Klavier sowie dem viel beachteten Max Grosch Jazz-Quartett.

Zum Finale steht mit dem Niederländer Teunis van der Zwart am Naturhorn ein wahres „Naturereignis“ auf dem anspruchsvollen Programm. Mit Franziska Hölscher an der Violine und Severin von Eckardstein am Klavier kommen Stücke von Brahms und Schumann sowie von György Ligeti, einem der bedeutensten Komponisten des 20. Jahrhunderts und Repräsentanten der Neuen Musik zu Gehör. Für Musikliebhaber ein ganz besonderes Konzert: Van der Zwart spielt auf einem ventillosen Horn. Nur ganz wenige Interpreten beherrschen diese Kunst! Er ist ein Meister seines Instruments. Wie jedes Jahr geht das Festival auch diesmal ins Kino. So ist am 27. Oktober in einer Matinée auf großer Leinwand im historischen Kurtheater Tutzing „Wären nicht die Frauen“ eine Dokumentation von János Darvas zum 100. Todestag von Brahms zu sehen.

Hauptspielstätte der Tutzinger Brahmstage ist der herrliche Festsaal des Schlosses / Evangelische Akademie Tutzing © EAT-Archiv

Hauptspielstätte der Tutzinger Brahmstage ist der herrliche Festsaal des Schlosses / Evangelische Akademie Tutzing © EAT-Archiv

Zur Erinnerung an die Tutzinger Jahre von Brahms hatte die weltberühmte Pianistin Elly Ney, ebenfalls eine Tutzingerin, 1958 die „Tutzinger Musiktage“ ins Leben gerufen. Aus Anlass des 100. Todestages des Komponisten fanden im Oktober 1997 die ersten Tutzinger Brahmstage unter der künstlerischen Leitung von Christian Lange statt. Dieser seither jährlich veranstaltete Konzertzyklus hat sich inzwischen zu einer herausragenden Konzertreihe mit überregionaler Bedeutung entwickelt. Viele Musikliebhaber aus Nah und Fern schätzen es, großartige, weltweit gefeierte Künstler hier erleben zu dürfen.

Freuen Sie sich mit uns!

Andreas Dessauer,
1. Vorsitzende des „Freundeskreis Tutzinger Brahmstage e.V.“
Thomas H. Zagel,
2. Vorsitzender des „Freundeskreis Tutzinger Brahmstage e.V.“
Künstlerischer Leiter Tutzinger Brahmstage

in Kooperation mit KunstRäume am See – Elisabeth Carr